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 Sarrazins Vorschläge Zehn Jahre kein Anspruch auf Sozialleis 
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Registriert: Mo 2. Feb 2009, 16:34
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Beitrag Sarrazins Vorschläge Zehn Jahre kein Anspruch auf Sozialleis
Mit rechten Parolen gegen Migranten poltern, sich aber mit konkreten Vorschlägen für bessere Integration zurückhalten: Diesen Vorwurf richten viele unserer Leser an Thilo Sarrazin. Wir dokumentieren vier zentrale Forderungen aus dem neuen Buch des ehemaligen Berliner Finanzsenators. Diskutieren Sie mit!

Zitat:
1. "Jeder Arbeitsfähige, der Unterstützung erhält, muss sich an gesetzlichen Arbeitstagen zur festgesetzten Uhrzeit dort einfinden, wo er eingeteilt ist. An die Stelle gemeinnütziger Arbeit treten bei jenen Migranten, die der deutschen Sprache nicht ausreichend mächtig sind, Sprachkurse. Unpünktlichkeit und Nichtteilnahme haben Abzüge beim Arbeitslosengeld II zur Folge, Krankmeldungen werden überprüft. Durch das System wird die Schwarzarbeit der Transferempfänger wirksam verhindert, der Anreiz, sich eine bezahlte Arbeit am regulären Arbeitsmarkt zu besorgen, wird erhöht."


Zitat:
2. "Für Kinder ab dem dritten Lebensjahr besteht Kindergartenpflicht. Der Ganztagskindergarten wird zur Regelleistung. Verkehrssprache im Kindergarten ist Deutsch. Bei unentschuldigtem Fehlen wird die Grundsicherung für das Kind auf den anteiligen Regelsatz für Lebensmittel abgesenkt, abzüglich des Gegenwerts der Mahlzeiten im Kindergarten. Diese Abzüge werden tagesscharf berechnet. Ebenso wird an den Schulen verfahren. Die Ganztagsschule wird zum Regelbetrieb. Die Teilnahme an ergänzender Hausaufgabenbetreuung ist für alle jene Schüler verbindlich, die die Leistungsstandards nicht in befriedigendem Umfang erfüllen. Es gibt keine Befreiung von bestimmten Unterrichtsstunden aus religiösen Gründen. Wie in Frankreich wird das Kopftuch an Schulen untersagt. Den Schulen steht es frei, Schuluniformen einzuführen."


http://www.tagesspiegel.de/politik/zehn ... 10986.html

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Mi 25. Aug 2010, 14:26
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Beitrag Re: Sarrazins Vorschläge Zehn Jahre kein Anspruch auf Sozial
Teilweise schöne Polarisierungen in den Kommentaren.

Zum Thema "Schuluniformen" hab ich auch was beizutragen:
An der kirchlich-orientierten Privatschule in DownUnder an der die Kinder meines kleinen Bruders unterrichtet werden, ist Schuluniform Pflicht.
Argumente: zum einen soll das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt werden und andererseits die Mobberei unterbunden werden: Du trägst keine modisch aktuellen Klamotten.

Begründung meines Bruder, warum er die Kinder dort hat und nicht auf der rein staatlichen Schule:
Qualität des Unterrichts läßt deutlich Wünsche übrig, Disziplin gleich 0, teilweise Rauschgift-Problematik, anscheinend ähnliche Probleme wie an unseren Schulen.

Kindergartenpflicht ist Zwang und von daher abzulehnen.
Kinder kann man/frau auch anders "sozialisieren" und entwickeln.

Schulpflicht ist ein zweischneidiges Schwert.
Schule, Lernen sollte Spaß machen. Dann lernt es sich viel leichter und auch schneller.
Nur, in einer Gruppe von 30 Kindern und nur ein Lehrer kann das Lernen keinen Spaß machen.
Wenn dazu noch Unterrichtsausfälle noch und nöcher dazukommen, ist der Frust, der Mißerfolg und das Jammern der ausbildenden Firmen über ungeeignete Kandidaten vorprogrammiert.

Andererseits bedeutet Schule auch: gefordert werden, Pflichten haben und diesen auch nachzukommen.
Und allein schon Anwesenheitspflicht zu lernen um dieser dann später im Job ganz selbstverständlich nachkommen zu können ist doch sinnvoll.
Oder nicht?
Anwesenheitspflicht heißt doch auch: Ja, das ist ein verläßlicher Arbeitskollege.

Wo ich allerdings gnadenlos und knallhart mit Thilo übereinstimme:
Wer hier in D dauerhaft leben und arbeiten will oder über einen längeren Zeitraum, soll deutsch lernen.
Meine beiden Brüder mussten umgekehrt in England, dann Australien bzw. in England und Frankreich auch die jeweilige Landessprache lernen.

Die erst dieses Jahr von türkischen Politikern erhobenen Forderungen, Türkisch als Pflicht-Fremdsprache einzuführen halte ich für völlig überzogen, ja indiskutabel.
Umgekehrt wird ein Schuh daraus.
Wenn ich woanders zu "Gast" bin, versuche ich mich den dortigen Gepflogenheiten (und Sprache) anzupassen.
Als Akt der Höflichkeit gegenüber meinen "Gastgebern".

So.
Mal bis hier hin.

Nachtrag zur Sprachproblematik:
Manchmal wünsche ich mir, dass so mancher Deutsche da nochmal Nachhilfe bekommt.
Notfalls zwangsweise.


Mi 25. Aug 2010, 15:42
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Beitrag Re: Sarrazins Vorschläge Zehn Jahre kein Anspruch auf Sozial
Einer meiner Lokführer, einer der wenigen, den ich wirklich nicht leiden kann, vertritt die gleiche Meinung von Sarrazin auf allen denkbaren Ebenen.
Dieses Objekt haut einen auch hintenrum in die Pfanne. Kommt aus dem gleichen Stall wie Thilo S. :angst:

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Francoise Rosay


Mi 25. Aug 2010, 16:30
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Beitrag Re: Sarrazins Vorschläge Zehn Jahre kein Anspruch auf Sozial
Dieses Objekt ist ein Subjekt. :gunni:

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Mi 25. Aug 2010, 16:50
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Wohnort: Bei de Turmseggl
Beitrag Re: Sarrazins Vorschläge Zehn Jahre kein Anspruch auf Sozial
Dann halt Subjekt. Ist ein ausgesprochen blödes Subjekt. Grüssen tut der auch nicht.
So eine hohle Mostbirne. :aufgemerkt:

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Francoise Rosay


Mi 25. Aug 2010, 16:53
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Beitrag Re: Sarrazins Vorschläge Zehn Jahre kein Anspruch auf Sozial
Gegen Kindergartenpflicht hätte ich nichts einzuwenden - aber ich habe da vor allem diejenigen Kinder im Auge, die, möglichst noch als Einzelkind, unter Mutterns deutscher Fuchtel im Gutverdienerhaushalt keinerlei soziale Kompetnz vermittelt bekommen - also diejenigen Kinder, deren Mütter dann das sogenannte Betreuungsgeld (150 Eier/Monat) erhalten sollen, als Belohnung für die erfolgreiche Produktion künftiger Mobber (was, du hast kein Gu..i-Täschchen?!).
Zur Kindergartenpflicht gehört natürlich hervorragend ausgebildetes Personal in genügender Anzahl.
Für die Ganztagsschule plädiere ich seit Jahren - auch wieder die lieben Kleinen im Blick, die, mit genügend Taschengeld bestückt, nachmittags den Stoff (unterschiedlichster Couleur) für die Party abends besorgen ...
Auch die Ganztagsschule natürlich ausgerüstet mit bestens ausgebildetem, motivierten und ausreichend bezahlten Lehrkörper.

Und alles natürlich bundesvereinheitlicht. Schluss mit dem unseligen Bildungsföderalismus.

Boah - ich bin in Rage. Habe heute Nachmittag einen Fragebogen ausgefüllt (die Schule meiner Kinder hat nächste Woche "Kontrolle") - die Rückseite habe ich eng beschrieben, wieso ich meine, dass es mit der Bildung so, wie es jetzt ist, nix wird und wie man es (generell, nicht auf unsere Schule bezogen) besser machen könnte/sollte.

Zu Sarrazin sage ich besser nichts. :motzki:


Mi 25. Aug 2010, 17:16
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Beitrag Re: Sarrazins Vorschläge Zehn Jahre kein Anspruch auf Sozial
Dieser Sarrazin ist einfach nur dumm. Aber leider mit seinen Äußerungen auch noch gefährlich.


Mi 25. Aug 2010, 18:49
Beitrag Re: Sarrazins Vorschläge Zehn Jahre kein Anspruch auf Sozial
Hier ein Interview mit ihm über sein Buch:

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/ ... w/1255423/

Ein Zitat daraus:

Zitat:
"Wenn Sie aber sagen, Deutschland ist ein Land, was eine tausendjährige Geschichte hat ..."


Das hat Sarrazin gesagt. Der Begriff "tausendjährige Geschichte" hat mir zu Folge einen ziemlich üblen Beigeschmack. Da assoziiere ich eine gewisse Epoche der deutschen Geschichte mit. Ein ziemlicher Deutschtümler, dieser Sarrazin.


Mi 25. Aug 2010, 18:53
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Beitrag Re: Sarrazins Vorschläge Zehn Jahre kein Anspruch auf Sozial
Der Thilo mal wieder. Eigentlich viel zu viel Aufmerksamkeit für den. Man müsste ihn völlig ignorieren. Das ist die einzig richtige Antwort. Kaltstellen durch Ignoration.

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Do 26. Aug 2010, 09:35
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Beitrag Re: Sarrazins Vorschläge Zehn Jahre kein Anspruch auf Sozial
Da kann ich chaos nur beipflichten.
Aber das wird es leider nicht geben .

Ansonsten einfach nur zum :kotz: dieses Subjekt.

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Nachdem ich der Hölle sehr nah war und dem Tod von der Schippe gesprungen bin, mache ich das Beste aus dem, was das Leben mir zu bieten hat :-)
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Do 26. Aug 2010, 09:44
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Beitrag Re: Sarrazins Vorschläge Zehn Jahre kein Anspruch auf Sozial
Ich verstehe die ganze Aufregung nicht, der schreibt nur das immer deutlicher was er schon immer sagte. Deshalb hatte ich ja geschrieben "Nix Neues von Thilo".

f19t5380-nix-neues-von-thilo.html

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Do 26. Aug 2010, 10:24
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Beitrag Re: Sarrazins Vorschläge Zehn Jahre kein Anspruch auf Sozial
Einer der m.E. besten, weil eher unaufgeregten Beiträge zum Thema Sarrazin fand sich heute in einer Kolumne der Frankfurter Rundschau:

Zitat:
Man versetze sich wenigstens für zwei Minuten in die Köpfe der von Sarrazin angesprochenen Immigranten. Wie viel Kraft brauchte man, um diesen blind um sich schlagenden Hass cool über sich ergehen zu lassen? Wie viel Geduld, um immer wieder ruhig ertragen zu können, dass man ein Fremdkörper sei, einer, der hier nichts verloren habe, einer, den länger durchzufüttern Herr Sarrazin sich weigere. „Ich möchte nicht, dass wir zu Fremden im eigenen Land werden.“ Dieser Satz ist eine Infamie. Denn in Wahrheit geht es ihm darum, andere, denen das Land ebenso zu eigen ist wie ihm, zu Fremden zu machen.


Zum gesamten Artikel


Do 26. Aug 2010, 19:38
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Beitrag Re: Sarrazins Vorschläge Zehn Jahre kein Anspruch auf Sozial
Mein Schwiegerpaul meinte gestern, dass der Doofthilo Recht hätte.
Da hab ich ihm erstmal erklärt, dass er sich mit diesem Spruch aber gleich mal selbst ans Knie pinkelt. Da wird doch die eine gegen die andere Bevölkerungsgruppe ausgespielt. Und mal ganz ehrlich: Sozialbetrüger und Hängemattenliebhaber gibts auch mit 10-Generationen-Deutschpass.
Allerdings längst nicht in den Größenordnungen, in denen Schmutzthilo uns das weis machen will. Andererseits hat er Zeit seines Lebens aktiv daran gearbeitet, dass sich die Situation für Arme und die Bildung generell verschlechtert hat.

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