Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

Rund um Selbstständigkeit unter ALG II.
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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#26

Beitrag von Stella » Do 11. Jul 2019, 15:16

Ja, Olivia, Ratenkauf habe ich schon recherchiert. Bisher nur mit Zinsen gefunden. Allerdings bin ich da mit Newslettern von verschiedenen Anbietern auf dem Laufenden. Mediamarkt z.B. hat ja öfter zeitlich befristete Aktionen. Genau um sowas direkt nutzen zu können, denke ich ja schon jetzt darüber nach, was ich ggfs. beachten muss.
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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#27

Beitrag von Stella » Do 11. Jul 2019, 16:24

Pegasus:
Und Win10 braucht halt ein von allem etwas mehr.
Das hab ich auch schon mehrmals von Technik-Spezis gehört. Ginge es nach mir, würde ich Win 7 behalten. Aber es gibt ja wohl keine Alternative zu Win 10, falls man nicht Mac oder Linux nutzt. (Da bin ich leider völlig ahnungslos.)
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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#28

Beitrag von marsupilami » Do 11. Jul 2019, 16:31

Du musst auch bedenken:
Wenn es keinen Support mehr für Win 7 gibt, werden Anwendungsprogramme (Internet-Browser, Office-Pakete, Buchhaltung, Virenschutz,....,) Treiber (Drucker, Grafik-Chips, Kameras, Handies) , die unter Win 7 laufen, auch nicht weiter entwickelt und auf Win 7 gepflegt, sondern auf Win 10 "umgestrickt" - d.h. alle Weiterentwicklungen, updates, Verbesserungen, Fehlerbeseitigung - alles unter der Prämisse "läuft das so unter Win 10".
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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#29

Beitrag von Stella » Do 11. Jul 2019, 17:09

Siehste, das hatte ich gar nicht bedacht. Ein Grund mehr für die Entscheidung.

Ich hab da Respekt vor. 600 Euro ist für mich auch nicht gerade wenig (obwohl ich Einnahmen aus der Selbstständigkeit habe). Ich bin der Typ, der Büromaterial im 1-Euro-Laden kauft, aber bei Technik auf Nummer sicher geht. Ich kann niemanden privat fragen, das heißt, wenn ich technische Hilfe brauche, muss ich löhnen. Mit dem Acer hatte ich noch nie Probleme. Es geht hier also nicht um unangemessene Ansprüche.
So sehe ich das jedenfalls. Das JC kann das anders sehen, das hab ich ja schon mitbekommen.
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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#30

Beitrag von marsupilami » Do 11. Jul 2019, 18:52

Ich hab nochmal mit > Notebook Leasingrückläufer < gegoogelt.

U.a. diese Seite hier gefunden:
http://tinyurl.com/y5h3eva9
Ich hab die Filter entsprechend gestellt
bis 600 €
16 GB Arbeitsspeicher
15" Bildschirm

Da sind logischerweise welche mit Win 7 dabei, aber auch andere mit Win 10 und - was auch nicht ohne ist und ich bisher vergessen hatte:
64 bit-Windows.
Dient der schnelleren Verarbeitung der Befehle.

Die Seite ist nur ein Beispiel unter vielen.
Also schau Dich da mal um.
Nimm solche Seiten, wo Du mit diesen Filtern spielen kannst.
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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#31

Beitrag von Günter » Do 11. Jul 2019, 19:52

Und wo bitte steht, dass Aufstocker gebrauchte Geräte, die für andere nicht gut genug sind, oder deren Leasingzeit abgelaufen ist nehmen müssen?

Ist ein selbstständiger ALG II Empfänger Bürger zweiter Klasse?

Angemessen im Sinne des Sozialrechts ist ein für die speziellen Aufgaben optimiertes Neugerät und kein ausrangierter Schrott.
Ist der einzige Existenzgrund für Milliarden Menschen nur die Befriedigung der Profitgier der Besitzenden? Oder haben diese Menschen auch ein Anrecht auf ein menschenwürdiges Leben?

Ich könnte freundlich, aber wozu? :6:

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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#32

Beitrag von marsupilami » Do 11. Jul 2019, 20:06

Nirgendwo.
Aber ich sehe es durchaus als realistische Schanze, was "größeres" für das gleiche Budget oder sogar etwas weniger zu bekommen.

Und ich denke, dass ein Gebraucht-Kauf - egal ob Auto, Notebook oder Kühli nicht jeden, der einen solchen Gebrauchtgeräte-Markt prüft, zu einem Bürger 2. Klasse degradiert.

Nur weil ein Leasing-Vertrag ausläuft, muss das Gerät ja nicht Schrott sein.

Oder sind alle Gebraucht-Autohändler = Schrotthändler?
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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#33

Beitrag von Günter » Do 11. Jul 2019, 20:19

Ich sag jetzt nicht, was ich über Gebrauchtwagenhändler denke, die rangieren für mich auf einer Stufe mit Bängstern und Versicherungsvertretern.

Mal ernsthaft. Ich würde mir für die gewerbliche Nutzung kein Gebrauchtgerät kaufen.
Aber ich sehe es durchaus als realistische Schanze, was "größeres" für das gleiche Budget oder sogar etwas weniger zu bekommen.
Eben nicht. Warum sollte der halbwegs aufmerksame SB einen gebrauchten Hochleistungs-Laptop genehmigen wenn nur ein "einfaches" Gerät benötigt wird. Dann wird er doch sagen da war noch ein 200 € Teil im Angebot.

Wenn ich Probleme mit den Augen habe, dann muss ich doch ein Gerät mit einem Bildschirm kaufen, das nicht bereits 3 Jahre von der Haltbarkeit der Pixel verbraucht hat.
Ist der einzige Existenzgrund für Milliarden Menschen nur die Befriedigung der Profitgier der Besitzenden? Oder haben diese Menschen auch ein Anrecht auf ein menschenwürdiges Leben?

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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#34

Beitrag von kleinchaos » Do 11. Jul 2019, 21:02

Günter, ich verstehe ja deine Aversionen gegen Gebrauchtwagenverkäufer, aber ich war auch mal einer. Mit viel Spaß und Herzblut und vor allem Ehrlichkeit.
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden." Rosa Luxemburg

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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#35

Beitrag von Koelsch » Do 11. Jul 2019, 21:05

Ich nutze ja im Büro und hier zu Hause auch "neue" Gebrauchtrechner und bin bisher sehr zufrieden.
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
Deshalb kann von mir keine Rechtsberatung erfolgen, auch nicht per e-mail oder PN.

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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#36

Beitrag von Pegasus » Do 11. Jul 2019, 21:51

Wie Koelsch -> auch wir haben neue Gebrauchte mit verschiedenen BS sowie 2 Jahre Garantie. Trotzdem für betriebliche Zwecke würde ich auch heute noch Neuware vorziehen. Der PC muss ja nun kein Super-PC sein, aber halt gerade bei Win 10 reichlich Ressourcen, denn die Updates fressen viel Platz.
Aber es gibt ja wohl keine Alternative zu Win 10, falls man nicht Mac oder Linux nutzt. (Da bin ich leider völlig ahnungslos.)
Auch "Ahnungslose" kommen mit Linux sehr gut zurecht. Zudem gibt es verschiedene Versionen (auch für ältere PCs) und jede Menge kostenlose Software. Ich benutze beides Win 7, 10 - mag ich nicht - und Linux. Bei Linux kann man sich das alles auch von DVD austesten - also keine Installation.
In jeden Stein, in jeden Ast, in jeden Tier ist Leben wie in Dir selbst

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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#37

Beitrag von Günter » Do 11. Jul 2019, 23:08

Olivia hat geschrieben:
Mi 10. Jul 2019, 08:27
Leasingrückläufer zum Beispiel:
https://www.pearl.de/a-REF1413-1140.shtml
Da würde ich den hier https://www.mediamarkt.de/de/search.htm ... nel=mmdede vorziehen. Neu besser und genauso teuer.

Und ich wette für jedes der anderen Teile findet man auch was besseres.

Nur mal um meinen Standpunkt klar zu machen, wenn jemand freiwillig sagt ich steige aus dieser Wegwerfkultur aus und kaufe was gebrauchtes, ist das ok. Wenn man aus Angst vor dem JC auf seine Rechte verzichten soll, hab ich nen Hals wie eine Kragenechse.

Bild
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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#38

Beitrag von Peterpanik » Fr 12. Jul 2019, 07:31

:jojo: :jojo:

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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#39

Beitrag von marsupilami » Fr 12. Jul 2019, 08:16

Warum nicht gleich hier einkaufen?
http://tinyurl.com/y2ztzd72

Nachtrag:
nächste Woche beginnen dort laut Radio-Werbung prime-days.
Vielleicht kriegt man/vrau ja dann noch'n paar %
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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#40

Beitrag von marsupilami » Fr 12. Jul 2019, 09:52

Zurück zur eigentlichen Frage aus dem Ausgangsposting:
Stella hat geschrieben:Wie mache ich das jetzt mit dem Antrag?
Ein Methode wäre a la Günter.
Der würde nix sagen und SB in der aEKS vor vollendete Tatsachen stellen und sich nebenberuflich krawallgebürstet auf einen .... ähhh.... schriftlich geführten Disput mit dem JC einlassen.
Gerne auch vor und zusätzlichem "Gesprächspartner" Sozialgericht.

Kommt für Stella vermutlich nicht in Frage.

Also Schreiben aufsetzen an den SB und dafür sorgen, dass das beim JC ankommt und man/vrau eine Eingangsbestätigung auf der eigenen Kopie erhält.

Inhalt bzw. Formulierung mal als - durchaus verbesserungsfähigen - Vorschlag bzw. ersten Ansatz:
Als Betreff schreiben:
Antrag auf Bewilligung einer Investition

SgH/F SB
Ich betreibe auf selbstständiger Basis [Bezeichnung der Tätigkeit] via Internet per Mobil-Telefon und Notebook.
Letzteres ist schon älter und läuft noch auf Windows 7.
Wie Ihnen sicherlich bekannt ist, hat Microsoft als Hersteller dieser Betriebssystemversion angekündigt, den Support dafür zum [Datum einfügen] einzustellen.

Das aktuelle Betriebssystem Windows 10 würde auf meinem Notebook nicht funktionieren mangels ausreichendem RAM und nicht ausreichendem Platz auf der HD die zudem noch mit unzureichender Zugriffsgeschwindigkeit aufwartet.

Daher beabsichtige ich ein neues Notebook in einer geeigneten Ausführung anzuschaffen.
"Geeignet" heißt in diesem Falle: ausreichende technische Voraussetzungen für den Betrieb unter Windows 10 und meiner Anwendungssoftware und eine Bildschirmgröße, die meiner Sehfähigkeit entspricht.

Das bedeutet nach meinen Recherchen eine Investition in Höhe von ca. 600,-- €, die Sie freundlicherweise akzeptieren wollen.

Um Ihrer Frage zuvorzukommen:
Es ist sinnlos, "3 geeignete Angebote" mitvorzulegen, da sich die Preise der geeigneten Modelle oft ebenso schnell ändern wie die Benzinpreise während einer Ölkrise.

Zudem ist davon auszugehen, dass die Preise bereits lange vor Weihnachten anziehen werden.

Ich erwarte also Ihre Zustimmung zu dieser Investition möglichst zeitnah.

mfg
So ungefähr.

Wie gesagt: das ist nur ein Vorschlag, den NIEMAND akzeptieren und/oder anwenden muss.
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Wampe
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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#41

Beitrag von Wampe » Fr 12. Jul 2019, 12:26

Bei der "freundlichen" Variante sollten diese Argumente gleich mit eingebracht werden:
viewtopic.php?f=16&t=24984&start=25#p522488

Einfach um SB zu zeigen, dass die Ausgabe sich nicht verhindern lässt, sondern allenfalls verschieben.

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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#42

Beitrag von Olivia » Fr 12. Jul 2019, 12:32

Den bisher genutzten Rechner werde ich bei Ebay versteigern, um die Gesamtkosten zu mindern.

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Günter
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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#43

Beitrag von Günter » Fr 12. Jul 2019, 12:55

Ich habe im Laufe meiner Selbstständigkeit (davor und danach natürlich auch) die Erfahrung gemacht, dass Nachgeben und Aufgeben der eigenen Rechtsposition vom Gegenüber als Schwäche ausgelegt wird und dass man immer mehr Rechte aufgibt.

Als ich mich im ALG II Bezug befand, hab ich mich gegen alles gewehrt und die Erfahrung gemacht, wenn man sich mit der erforderlichen Intelligenz wehrt, wird man respektiert und kann auch seinen Willen weitestgehend durchsetzen. Wenn man ständig auf seine Rechte verzichtet, dann muss man sich sogar die Tinte und das Papier für den Drucker genehmigen lassen.

Wenn ich sage, das Teil ist defekt und bereits entsorgt (ich bin doch keine Mülldeponie), ich brauchte dringend ein neues mit folgenden Anforderungen ...... das Teil muss ja auch in drei Jahren noch die neuen Programme und Änderungen im Betriebssystem verarbeiten können (Ihr seht ja selber der olle Laptop kann eben nicht mehr (softwaremäßig) nachgerüstet werden), wo will mir der SB dann die Kosten streichen?

Sorry, aber ich kann mich nicht mehr ducken und kleinmachen, so´n oller Rücken wird halt steif.
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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#44

Beitrag von Stella » Mi 17. Jul 2019, 15:50

Danke Euch allen, Ihr seid super! Günter, danke für die Ermutigung, mich gerade zu machen. Ich bin ja schnell auf Harmonie, stecke lieber zurück. Vielleicht auch ein Stück weibliche Sozialiserung...

Olivia, einen Rechner, der nicht mehr internetfähig ist, kriege ich wahrscheinlich kaum verkauft. Ansonsten grundsätzlich eine gute Idee, die ich auf jeden Fall umsetzen würde. Dann aber Kleinanzeigen; versteigert habe ich noch nie was, kenne mich damit nicht aus.

marsupilami, ganz dolles Danke für das Musterschreiben! So hätte ich das nicht schreiben können; vielleicht bin ich einfach noch zu "neu".

Amazon prime Day hat keine acer-Laptops, ich hab schon danach geschaut, denn das wäre eine gute Chance.
(Da gibts so eine Seite, die alle Angebote angezeigt haben.)

Ich werde jetzt erstmal das günstigste Angebot heraussuchen für einen Acer mit den Eigenschaften, die ich brauche. Aber erst muss ich meinen Antrag auf Weiterbewilligung stellen. Der BZ läuft Ende August aus und gerade erfuhr ich, dass man 6 Wochen vorher alles einreichen soll. Also bin ich nun am Kopieren und abheften.

Jemand hat mal geschrieben, dass die Verwaltung der Hilfsbedürftigkeit richtig viel Zeit kostet. Kann ich gerade bestätigen - obwohl ich gut vorgearbeitet habe. Dachte ich zumindest.

Also danke nochmal an alle. Ich kann ja noch nichts Informatives beisteuern; aber ich weiß dieses Forum hier wirklich zu schätzen
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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#45

Beitrag von Knipsibunti » So 21. Jul 2019, 14:13

Gebrauchtkauf hat meistens ein Problem:
Man muss das Geld oft direkt cash auf den Tisch legen und es gibt sehr häufig keine Finanzierung, weswegen das ironischerweise häufig ausfällt, wenn man im Leistungsbezug ist. Auf 0%-Finanzierung würde ich dabei gar nicht mehr achten, denn die Zinsen sind dann bereits im Kaufpreis eingepreist.

Ich hatte bis vor einiger Zeit ein 600 Euro Laptop von HP und war damit höchst unzufrieden:
- Display unbrauchbar (bei kleiner Änderung des Betrachtungswinkel war Helligkeit/Farbdarstellung anders. Zur Bildbearbeitung unbrauchbar)
- Der Akku nach einem Jahr komplett unbrauchbar und wurde mit einer "Bitte Akku austauschen"-Meldung bei jedem Start quittiert
- die eingebaute Festplatte (1 TB) war schnarchend langsam
- Datenübertragung per USB brauchte viel Geduld

Mein Fazit: HP - Nie wieder!

Nun hab ich als Fotograf natürlich andere Anwendungsfälle. "Büro" findet auf dem Laptop fast gar nicht statt, meist ist es temporärer Datenspeicher, ein bißchen Internet (Recherche, Google Maps, Check-Ins, Mailverkehr mit Kunden etc.) und vor allem Photoshop und Lightroom. Die Nutzung erfolgt ausschließlich unterwegs, zum dauerhaften Arbeiten zu Hause wäre mir das Display zu klein.

Zur Überbrückung kaufte ich für das Laptop damals einen neuen Akku (etwa 150 Euro) und eine 1 TB SSD Festplatte (ca. 200 Euro?) im Austausch mit der eingebauten Festplatte. Danach gings wieder eine Weile.

Inzwischen hab ich ein ASUS Vivobook S15 mit USB 3, 256 GB SSD, 1 Terrabyte HD, 16 GB Arbeitsspeicher, FullHD-Display und Intel i7 Prozessor unter Windows 10 (obwohl ich Win10 hasse). Damit kann man arbeiten. Der Akku hält auch vernünftig. Kosten 1200 Euro, heruntergesetzt auf 899 Euro.

Was ich damit sagen will:
Man muss schon ganz genau auf die Details achten, was man kauft. Und sich im Idealfall die Dinger wirklich vor Ort ansehen. Windows 7 Geräte muss man vermeiden, denn in ein paar Monaten ist Schluss mit Updates und auch der Support anderer Softwarehersteller endet. Dann gibts keine neuen Treiber etc. mehr, was eben marsupilami schrieb. Bleibt die Wahl: Windows 10 oder eben Linux. Apple ist zwar grundsätzlich auch gut, fällt meist aber preislich aus.

Bei solchen technischen Alltags-Geräten würde ich auch "neu" vorziehen. Gebraucht beim Händler geht auch, aber da muss man ganz genau hinschauen. Schwachstellen sind z. B. Akkuleistung, und der ist gerne von einer Garantie ausgenommen und eben die häufig fehlende Finanzierungsmöglichkeit, wenn man das Geld nicht auf den Tisch legen kann.

Vielleicht finden sich in meinem Text weitere Gründe für die Auswahl. Viel Erfolg bei der Suche.

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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#46

Beitrag von Stella » So 18. Aug 2019, 13:25

Hallo Knipsibunti,
verspätet, aber dennoch erfreut, hab ich deine Einschätzung gelesen. Ich stimme dir in allen Punkten zu, die ich selbst einschätzen kann. In deiner Antwort steckt auch Inspiration für meine Begründung gegenüber dem JC.


Jetzt wurde ich zu einer Entscheidung gezwungen, da mein Läppi letzte Woche komplett den Geist aufgegeben hast. Festplatte hinüber (vom Fachmann so bestätigt). Naja, immerhin hat er 7 Jahre gehalten, was heutzutage schon richtig viel ist.

Ich musste also schnell handeln, um arbeitsfähig zu sein und laufende Aufgaben abzuarbeiten.

Nun ist es ein Acer geworden, incl. Garantieverlängerung für brutto 599 Euro. Ich habe Ratenzahlung als Option gewählt, dafür gibts aber fast 15 % Aufschlag. 0 % Ratenzahlung habe ich nirgendwo gefunden. Manche bieten überhaupt nur Raten an, wenn man einen Arbeitsvertrag vorweisen kann....

Ich bin dabei, die Begründung zu formulieren und denke, ich kann da wirklich jeden Punkt vertreten.
Ein Gebrauchtgerät würde ich auch eher nicht wählen, da man beim Laptop ja eher begrenzt einzelne Teile tauschen kann, und dann nur in der Werkstatt.

Danke für eure Feedbacks und drückt mir gerne die Daumen :-)
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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#47

Beitrag von Koelsch » So 18. Aug 2019, 14:24

Ratenzahlung hat den Nachteil, dass JC nur die jeweiligen Raten als Betriebsausgabe anerkennt.
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
Deshalb kann von mir keine Rechtsberatung erfolgen, auch nicht per e-mail oder PN.

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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#48

Beitrag von Stella » So 18. Aug 2019, 17:12

:zwinker: Ja, find ich auch. Aber das JC findet das vielleicht besser? Dabei ist es ja rechnerisch fast gleich, ob ich eine oder mehr Raten zahle; nur eben die Zinsen erhöhen die Summe insgesamt. Ich will schon, dass sie das anerkennen - ich lüg ja nicht. Aber ich will es ihnen auch "leicht" machen :zwinker:
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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#49

Beitrag von Koelsch » So 18. Aug 2019, 17:41

Ist Deine Entscheidung, lass Dir aber eine Begründung einfallen, warum die "teure" Ratenzahlung notwendig war. Sonst zickt JC da evtl. rum
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
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Re: Kosten für Laptop als Betriebsausgabe durchsetzen

#50

Beitrag von Olivia » So 18. Aug 2019, 23:17

Teure Ratenzahlung war nötig, weil das Konto leer war.

90 € Aufpreis sind bei 599 € Kaufpreis schon ein ganz schöner Batzen.

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