1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

Hier können Fragen gestellt werden, die in den anderen Hilfethemen nicht passen.
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Pegasus
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1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#1

Beitrag von Pegasus »

Ich stelle das hier ganz bewußt rein. So haben Menschen die mit den Gedanken spielen, eine Wohnung von der lEG zu mieten. Und hier noch der Hinweis, auf FC gibt es eine nicht öffentliche Gruppe "LEG Resser Mark" oder so ähnlich.

So nun geht gar nicht mehr ...... außer wir nehmen uns einen RA der eine Mietminderung durchführt! Und diesen Stress können wir beide nicht vertragen. Ich weiß nicht ob ich Männe das Schreiben überhaupt zeigen sollte, also bei seinen jetzigen gesundheitlichen Zustand. 1 Bypass ist dicht.

Wer um Gottes Willen machst sich die stressige Mühe und führt 1 ganzes Jahr lang ein Lärmprotokoll! LEG ist der Meinung, das hat alles gar nicht statt gefunden! Nett auch die typische LEG Drohung, bei Mietminderung die Mieter zu verklagen. Und die direkte Mieterin der Krachleute ist einfach nicht gewillt sich über den Krach zu beschweren. Sie hören auch sehr viel. Aber ne bloß nicht den Mund aufmachen. Jammern mir aber die Ohren voll.

Trotz alledem werde ich morgen das 11.Lärmprotokoll senden.
Aufgrund Ihrer Beschwerdenschreiben haben wir das Mietverhältnis mit Herrn XXX offiziell abgemahnt und diesen aufgefordert, eine Gegendarstellung zur Akte zu reichen. Die Mietpartei XX bestreitet die von Ihnen behaupteten Lärmstörungen vehement.


Nach nochmaliger Überprüfung der von Ihnen angezeigten Vertragsverstöße und unter Berücksichtigung der Gegendarstellungen der Mietpartei XX hat sich unsere Mandantschaft dazu entschieden, keine weiteren rechtlichen Schritte gegen die Mietpartei XXX vorzunehmen.


Aus Sicht unserer Mandantschaft handelt es sich bei den von Ihnen dargestellten Lärmimmisionen um üble Wohngeräusche, die grundsätzlich hinzunehmen sind.

Insbesondere aber kann Kinderlärm hier nicht zum Ausspruch einer Kündigung führen, da insbesondere Kinderlärm in einem angemessenen Rahmen von den Gerichten als hinnehmbarer Faktor bewertet wird. Zudem steht nach derzeitiger Würdigung des Sach-und Streitstandes nach Auffassung unserer Mandantschaft nicht fest, dass die von Ihnen angezeigten Lärmverstöße überhaupt stattgefunden haben.


Sollten Sie dennoch die Auffassung vertreten, dass Sie vehement in Ihrem Wohngebrauch beeinträchtigt werden, möchten wir Sie ausdrücklich auf Ihre Mängelgewährleistunsgrechte verweisen. Sollten Sie in Zukunft die Miete aufgrund der vorgezeigten Verstößte mindern, wird Ihre Vermieterin Sie auf den geminderten Mietzins verklagen.


In einem etwaitigen Gerichtsverfahren steht es Ihnen dann frei, unter Beweis zu stellen, dass es zu den behaupteten Störungen gekommen ist.
Zuletzt geändert von Wampe am Sa 21. Dez 2019, 19:41, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Noch einen Klarnamen entfernt ;-)
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marsupilami
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#2

Beitrag von marsupilami »

:ironiea:

Wenn die tatsächlich der lärmenden Partei kündigen, dann haben die ja noch mehr Leerstand = keine Einnahmen = nix über für die Aktionäre.

Und das geht ja nun mal gar nicht.
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Muss das sein?
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tigerlaw
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#3

Beitrag von tigerlaw »

Ihr müsstet Euch mal Besucher einladen, die auch noch nach 22 Uhr bleiben (ab da ist ja die Lärmreduzierung vorgesehen), und die auch bereit sind, das in einem Prozess zu bezeugen.
Ich darf sogar beraten - bei Bedarf bitte PN!
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Günter
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#4

Beitrag von Günter »

Für die Mietminderung benötigst du keinen RA.

Es genügt ein Schreiben in der Art.

Sehr verblödeter Vermieter,

da du nicht gewillt bist, die Lärmbelästigung abzustellen und uns der Lüge bezichtigst, werden wir die Miete ab dem 01.01.2020 um 30 % mindern.

Einer Klage sehen wir gelassen entgegen, denn dann wird das Gericht von Amts wegen die Lärmebelästigung ermitteln.

Mit frohen Weihnachtswünschen, möge euch die Gänsekeule im Hals stecken bleiben und der Grünkohl die Därme platzen lassen.

Peg.
Ist der einzige Existenzgrund für Milliarden Menschen nur die Befriedigung der Profitgier der Besitzenden? Oder haben diese Menschen auch ein Anrecht auf ein menschenwürdiges Leben?

Ich könnte freundlich, aber wozu? :6:
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tigerlaw
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#5

Beitrag von tigerlaw »

Günter hat geschrieben: Sa 21. Dez 2019, 13:38 Für die Mietminderung benötigst du keinen RA.

Es genügt ein Schreiben in der Art.

Sehr verblödeter Vermieter,

da du nicht gewillt bist, die Lärmbelästigung abzustellen und uns der Lüge bezichtigst, werden wir die Miete ab dem 01.01.2020 um 30 % mindern.

Einer Klage sehen wir gelassen entgegen, denn dann wird das Gericht von Amts wegen die Lärmebelästigung ermitteln.

Mit frohen Weihnachtswünschen, möge euch die Gänsekeule im Hals stecken bleiben und der Grünkohl die Därme platzen lassen.

Peg.
Ich befürchte: Nein, denn im Zivilprozess gilt der Beibringungsgrundsatz, nicht die Amtsermittlungsmaxime.

Und dann heißt es eben, dass jede Partei die zu ihren Gunsten sprechenden Tatsachen beweisen muss.

Und genau deswegen habe ich ja empfohlen, sich Gäste einzuladen.
Ich darf sogar beraten - bei Bedarf bitte PN!
Olivia
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#6

Beitrag von Olivia »

Möglichst "neutrale" Gäste wählen, d.h. wenn es geht keine direkten Verwandten, deren "Beweis- und Glaubwürdigkeitswert" womöglich geringer wäre.

Die Gäste sollen das Lärmprotokoll für die betreffenden Tage gegenzeichnen, mit exakter Angabe der Uhrzeit der jeweiligen Störungen und Angabe der Besuchszeit (von - bis).

Wenn keine geeigneten Gäste auftreibbar sind, gehen zur Not auch Nachbarn aus dem Haus (natürlich nicht die, die sich schon querstellen). Die sollen sich den Lärm in Pegs Wohnung an mehreren abendlichen Terminen zu den Ruhezeiten anhören und bezeugen.

Wenn besonders qualifizierte und gravierende Ruhestörungen auftreten, d.h. erhebliche und länger andauernde Ruhestörungen tief in der Nacht zwischen 0 und 5 Uhr, kann man auch mal die Polizei holen. Protokoll in Kopie an den Vermieter!

Die Miete sollte am unteren Rand des zulässigen gemindert werden, da bei einer strittigen Minderungshöhe die Differenz zwischen erlaubter und tatsächlich durchgeführter Minderung unter Umständen zu einer Wohnungskündigung führen kann (wenn sich die Differenz zu mehr als einer Monatsmiete aufsummiert).
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Pegasus
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#7

Beitrag von Pegasus »

Alles schön und gut wie es so heißt......

Hier ist niemand, den wir für mehrere Tage einquartieren können. Eine Bekantte wollte für einige Tage kommen, Kann nicht mehr weil krankes Haustier zu versorgen ist und sie wiederum niemanden hat, der sich dann darum kümmern könnte.

Ich kann gern mal ein komplettes Protokokoll hochladen. Es geht nicht nur um abendlichen Krach (vergleichsweise gering) sondern um den tagtäglichen Lärm. Sehr häufig hört man jeden Schritt, ein lautes dumpfes poltern, Türen werden zugeknallt, immer wieder Streit mit durch die Bude fliegende Gegenstände, bewußtes aufstampfen auf Stelle etc.

Und ja Mietminderung nur übern RA, gibt zu viele Fallstricke.

Polizei werde ich nur rufen, wenn die XX wieder über längere Zeit ausrastet, und deren Kind schreit und weint "nein Mama", man den Mann röcheln hört etc. (Audio vorhanden) - Dann kommt die Polizei -> weil Verdacht auf Kindeswohlgefährdung . Sonst eben nicht.
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#8

Beitrag von Knipsibunti »

Willkommen im Boot und mein Beileid.
Ich habe hier auch solche Nachbarn, die vor 1,5 Jahren eingezogen sind und so wie ich das mitbekommen habe, von einem Wohnheim die Zuweisung zu der Wohnung bekommen haben.

Die Kinder brüllen, schreien und toben, springen auch wochentags (schulpflichtig) gerne noch um 1 Uhr morgens durch die Bude. Oftmals sind die Kinder auch alleine, die "größere" Schwester muss sich dann wohl um die Kleinen kümmern und ist dabei total überfordert, da sie ständig das Kleinkind anbrüllt, während das Kleinkind (ca. 2-3 Jahre) ständig am weinen und schreien ist.
Und wenn es mal nicht die Kinder sind, brüllen die Erwachsenen. Dann ist deren Fernseher so laut, dass er durch die Wände schallt und natürlich müssen die Gespräche dann in einer Lautstärke geführt werden, damit deren Fernseher übertönt wird. Den Rest kann man sich ausdenken. Ich kann Dir genau sagen, wann die das Fernsehprogramm von ARD zu RTL wechseln.

Es wird auch regelmäßig an Feiertagen, Sonntagen und zu Mittagsruhezeiten (auch gerne Mal abends nach 20 Uhr) gebohrt und gehämmert. Gefühlt ist deren Bude inzwischen ein Schweizer Käse, bei der Menge, was dort gebohrt und gehämmert wird.
Der Sperrmüll vor dem Haus lässt sich zwar nicht zu 100% beweisen, aber aufgrund der Art der Möbel und der Tatsache, dass die zu der Zeit auch als Einziges im Haus renoviert haben, lässt darauf schließen, dass das deren Sperrmüll ist, der einfach vor die Türe gestellt wurde.
"Irgend eine der Kartoffeln räumts schon weg. Ist eben andere Kultur." wurde mir gesagt.
Wenn man die Mieter darauf anspricht, wird vor allem der Herr des Hauses sofort aggressiv und bedroht die Leute. Er hat Nachbarn bedroht, hat einem 12jährigen Mädel angedroht, sie würde schon sehen, was sie davon hat, wenn die Mutter sich weiter beschwert und entsprechend eindeutige Handzeichen gemacht. Mich hat er auch schon bedroht. Die Verfahren bei der Polizei wurden eingestellt.
Die Nachbarin ist so eingeschüchtert, dass sie nicht mehr wagt, sich zu beschweren. Bei mir kommt er damit nicht an.

Aber die Reaktion des Vermieters ist ähnlich: Es gibt zwei geführte Lärmprotokolle (jeweils 2 volle A4-Seiten), es gibt seit 12 Monaten unzählige emails an den Vermieter mit "Livebericht" (die auch per Postweg vom Vermieter beantwortet wurden, also zur Kenntnis genommen wurden), die Polizei war schon hier. Außerdem gibt es hier einen Hausmeisterservice, der sich nachts um solche Angelegenheiten kümmert, auch der hat deren Verhalten bereits dokumentiert und meinte: "Ja, die Familie ist uns inzwischen bestens bekannt."

Mutwilliges Brüllen und ich bin mir sicher, die Kinder werden auch öfter mal von den Eltern dazu angehalten, ein wenig Krach zu machen. Türgriffe sind der Familie ebenfalls unbekannt und ständig gehen da irgendwelche Gäste ein und aus. Die Wohnungstürklingeln sind sehr schrill und laut, die hört man bei der Familie praktisch ab 17 Uhr bis 3,4 oder 5 Uhr morgens.

Auch bezüglich des Kindes habe ich den Vermieter informiert. Angeblich wäre eine Sozialarbeiterin vor Ort gewesen, die hatte mich auch einmal angerufen und einige Fragen gestellt. Passiert ist offenkundig nichts, denn die Kinder werden immer noch häufig tagsüber stundenlang alleine gelassen und das Mädchen der Familie ist komplett überfordert bei dem schreienden und ständig weinenden Kleinkind.

Das geht nun schon seit 1,5 Jahren und ich habe regelmäßig Kopfschmerzen.

Ich kann Dein Leid also sehr gut nachvollziehen, gute Ratschläge fallen mir aber auch nicht ein, außer die Einschaltung eines Rechtsanwaltes, was aber wiederum Geld kostet bei fraglichem Ausgang.

Die Wohnungen sind rappelvoll, viele Vermieter haben lange Wartelisten von Wohnungssuchenden. Und wenn da einer kommt und sich beschwert, heißt es: "Wenn es Ihnen nicht passt, ziehen Sie doch um."
Olivia
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#9

Beitrag von Olivia »

Müsste nicht die Familie irgendwann gekündigt werden wegen nachhaltiger Störung des Hausfriedens? Warst Du schon mal beim Mieterverein gewesen? Was sagen die denn dazu?
Knipsibunti
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#10

Beitrag von Knipsibunti »

Stimmt. Mieterverein wäre noch eine Lösung, kostet aber meistens Mitgliedsbeitrag, wenn man da wirklich Unterstützung haben möchte. Aber inzwischen leider oftmals die einzige Sprache, die Vermieter verstehen.
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Pegasus
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#11

Beitrag von Pegasus »

Im Allgemeinen werden die Mietervereine Dich nicht vor Gericht vertreten,sondern erst nach 1 Jahr Mietgliedschaft. Und ja Mietervereine nehmen heute auch für JEDES Schreiben Geld. Zusätzlich zu den Mietgliedsbeitrag. Früher war ich viele Jahre im HH-Mieterverein. Kosten sehr günstig,. Hier in NRW aber nun mehr als das Doppelte.
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#12

Beitrag von Olivia »

Das Lärmprotokoll sollte so lange weiter geführt werden, bis die Ruhestörer ausziehen. Der Vermieter kann eine Änderungskündigung aussprechen und alle Ruhestörer in einem Wohnhaus zusammenfassen. Es handelt sich ja um eine Vermietungsgesellschaft.
topas
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#13

Beitrag von topas »

Das kommt mir alles so bekannt vor. Mir sagte man damals das Ordnungsamt wäre für die "Ruhestörungen" zuständig und nicht die Polizei. Habe seinerzeit die Miete gekürzt, hat alles nichts genutzt die Lärmfamilie wohnt heute noch da und ich habe seinerzeit die Kaution nicht zurückbekommen, auch nicht nach Klage Einreichung, Richterin meinte auf Grund des Lärmprotokolls, das wäre hinzunehmen.
venceremos
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#14

Beitrag von Olivia »

Das hört sich gar nicht gut an. Trotzdem sollte man das Lärmprrotokoll weiter führen und immer neu beim Vermieter einreichen.
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Pegasus
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#15

Beitrag von Pegasus »

Oli als Lärmgeschädigter kannst Du sehr schwer gegenan. Ein Kampf mit den JC wäre "einfacher". Ganz davon abgesehen, das die Gesundheit, körperlich als auch nervlich leidet. Habe so viele Urteile gelesen.
Kleine Übersicht zum Thema:
Trittschallgrenze von 63 Dezibel (https://www.t-online.de/finanzen/immobi ... rteil.html)

Negativbeispiel
https://www.berliner-mieterverein.de/ma ... 110814.htm

BGH Tritt-/Luftschall
https://www.berliner-mieterverein.de/re ... gh1317.htm

Trampelnde Nachbarn
https://praxistipps.focus.de/nachbarn-t ... tun_104839
... Durch raumakustische Maßnahmen lässt sich nur wenig ausrichten....


Das Mietrecht bleibt beim Thema Lärmbelästigung relativ vage. Ein Lärmpegel gilt als angemessen, wenn dieser die s. g. Zimmerlautstärke nicht überschreitet. Als Zimmerlautstärke gelten Geräusche, die in der Nachbarwohnung geringfügig hörbar sind. Über der Zimmerlautstärke gelten Geräusche, die deutlich hörbar sind.
https://www.transparent-beraten.de/scha ... mietrecht/


Wann ein Geräusch zur Lärmbelästigung wird, hängt von der Uhrzeit, dem Ort und dem jeweiligen Entstehungsumfeld zusammen. Für Altbauten gelten beispielsweise andere Vorschriften zum Schallschutz, als für Neubeuten. Und Mieter, die in einem verkehrsberuhigten Bereich wohnen, müssen lagebedingt weniger Verkehrsgeräusche aushalten, als Mieter, die an einer stark befahrenen Hauptstraße leben.
...
Vermieter haben die Möglichkeit die gesetzlichen Vorgaben zur Lärmreduzierung mit der Hausordnung zu verschärfen. In der Hausordnung kann zum Beispiel eine Mittagsruhe festgelegt werden, so dass die Hausbewohner laute Geräusche auch während der Mittagsstunden vermeiden müssen. Gilt für das Haus eine Hausordnung, müssen sich Mieter auch daran halten, was dort festgelegt ist. Manche Vermieter erweitern darüber hinaus die Nachtruhezeiten für das Wochenende, sodass mancherorts samstags schon ab 20:00 Uhr Ruhe herrschen muss.
https://mieterengel.de/laermbelaestigung-nachbarn/

Diese Geräusche müssen Sie hinnehmen (Beispiele)
schreiende Kinder - Laut Gesetzgeber gibt es einen Unterschied zwischen dem Disco-Lärm von der gegenüberliegenden Straßenseite und quengelnden Kindern. Vor allem bei schreienden Babys und Kleinkindern müssen Ruhestörungen bis nach 22 Uhr hingenommen werden. Ein Unterschied sind Jugendliche, die im Treppenhaus Fußball spielen oder in der Wohnung von Möbelstücken springen.
knarrende Dielen - In den meisten Fällen entschied der Bundesgerichtshof, dass ein lärmender Parkettboden oder ein anderer lauter Bodenbelag kein Grund zum Murren ist. Vor allem in Altbauwohnungen sollte ein Mieter schließlich davon ausgehen, dass die Einrichtung nicht mehr die neueste und der Lärm somit im "üblichen Rahmen" ist (AZ: VIII ZR 281/03). Dieser Fall von 2004 bezog sich allerdings auf die Dielen in der eigenen Wohnung und nicht der eines Nachbarn.
lautes Fernsehen - Sie können es dem Nachbarn nicht verbieten, Fernsehen zu schauen. Allerdings hat er sich an die Zimmerlautstärke zu halten. Diese liegt vor, wenn Geräusche nur in dem Raum zu hören sind, in dem Sie entstehen - so urteilte das Landgericht Nürnberg-Fürth in einem Fall von 1991 (AZ: 13 S 5296/90). Aber auch normale Wohngeräusche, die außerhalb zu hören sind, fallen noch unter Zimmerlautstärke. Deshalb haben Sie schlechte Karten, wenn Ihre Wände von Haus aus hellhörig sind: Denn dieser Mangel sollte Ihnen - vor allem bei einem Altbau - schon beim Einzug bewusst sein.
musizierende Nachbarn - Für ein paar Stunden am Tag können sich Musikbegeisterte an ihren Instrumenten auslassen. Allerdings sind für jedes Instrumente eine unterschiedliche Anzahl an Stunden vorgesehen, da ein Schlagzeug natürlich lauter ist als beispielsweise ein Klavier.
https://www.merkur.de/leben/wohnen/laer ... 72731.html

Lärm Gesundheit
https://www.welt.de/gesundheit/article1 ... tzung.html
https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/ ... laerm.html
https://www.nzz.ch/wissenschaft/archaeo ... ld.1301920

Lärmbelästigung durch Trittschall und Lärmbelästigung durch Streit
https://mieterengel.de/laermbelaestigung-nachbarn/

Verstößt der Mieter häufig gegen die Hausordnung sowie Ruhezeiten und stört dadurch den Hausfrieden, ist dies gegeben.
https://www.anwalt.org/ruhestoerung/

Lärmbelästigung: Welche Regeln gelten bei knarrenden Dielen und lauten Schritte?
Der Bundes­ge­richtshof (BGH) hat sich in der Vergan­genheit mehrfach mit dem Thema Lärmbelästigung in Miets­woh­nungen befasst. Dabei haben die Richter zum Beispiel beim Thema knarrende Dielen in der eigenen Wohnung 2004 betont: Mieter müssen einen knarrenden Parkett­boden tolerieren, zumindest dann, wenn sie in einer unsanierten Altbau­wohnung leben und das Knarren sich im „üblichen Rahmen“ hält. Schließlich sei es Standard, dass man nicht völlig geräuschfrei über einen Dielen­boden laufen könne, so die Richter des BGH. Daher können Mieter ihren Vermieter nicht dazu zwingen, die Dielen auszut­au­schen (AZ: VIII ZR 281/03).
https://anwaltauskunft.de/magazin/wohne ... mieter-tun
Ich sehe nur ein sehr kleines Licht (Hausordnung vorletzter Link). Wenn Vermieter sich nicht damit beschäftigen wollen (Beschwere Dich und Du ist der böse Mieter) wird keine Änderung vonstatten gehen. Da hilft wirklich nur noch Flucht - nämlich ausziehen. Das wiederum ist nicht so einfach. Selbst wenn wir etwas passendes finden, selbst die Finanzen außer acht gelassen, allein der schlechte Gesundheitszustand meines Mannes (1 von 2 Bypässen ist fast ganz zu, OP- im Februar geplant, ob erfolgreich wird sich zeigen) läßt einen Umzug schwerlich zu.

Das 12. Protokoll ist nun in Arbeit. Alle Protokolle umfassen etliche A4-Seiten. :8:
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#16

Beitrag von Pegasus »

Gestern habe ich ein Einschreiben mit Rückantwort an die LEG auf die Reise gebracht. Und heute das 11.Lärmprotokoll. Umfang 9 Seiten, Nr.12 - ab 05.1.20 hat jetzt 1,5 Seiten gefüllt. schon. Mal abwarten wann oder besser ob überhaupt Antwort kommt.
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#17

Beitrag von Koelsch »

Bleibt leider wohl nur, weiter nerven und hoffen
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
Deshalb kann von mir keine Rechtsberatung erfolgen, auch nicht per e-mail oder PN.
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#18

Beitrag von marsupilami »

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Günter
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#19

Beitrag von Günter »

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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#20

Beitrag von Olivia »

:Daumen: :Daumen:
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#21

Beitrag von Pegasus »

Yeap weiter nerven ist angesagt. Ich bin empört zu behaupten das diese Vorfälle nicht stattgefunden haben sollen. Das ist für mich der größte Ärger. Zu mal fast jeden Tag die Ruhezeiten nicht eingehalten werden. Im Gegenteil "Mutter Cholerisch" fordert ihren Anleger auf, durch die Bude zu stampfen. Kann man LEIDER alles hören.
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#22

Beitrag von Olivia »

Und die betreffende Familie ist völlig beratungsresistent? Kann man denen nicht mal ein oder mehrere wiederholte Schreiben in den Briefkasten reintun und das dann in Kopie an den Vermieter mitsenden?
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#23

Beitrag von Pegasus »

Den ganzen Tag über uns nur fortlaufender Lärm. Es rumst und poltert , es knallen die Türen und WC-Deckel, es wird ewig etwas umgestoßen, irgendwelche Gegenstände angehoben und krachend abgestellt, ein kreischendes Waschweib tobt durch die Wohnung. Männe ist kurz davor nach zu gehen und die Tür einzuschlagen.
Eben hat er gegen die Decke geklopft, es ist einfach nicht mehr auszuhalten. Prompt klopft es an unserer Tür. Ne junge Frau Besuch der Ork, fragt "haben Sie eben geklopft?" Und schon ein Wortgefecht ohne Luft zu holen. Von wegen es sind 3 Kinder die spielen. Es ist den ganzen Tag so laut, das Männe wieder Herzprobleme hat!
Und da sagt die Tussy von oben" mit den Lärmprotokollen kommen Sie nicht durch, es ist normaler Kinderlärm, ziehen Sie doch aus."

Ich habe nur die Tür zugemacht, wollte nicht riskieren, das Männe sich noch weiter aufregt. So und jetzt wo ich hier tippe, geht es da oben alles viel ruhiger ab!. Man hört zwar etwas, aber das ist hinzunehmen.
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tigerlaw
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#24

Beitrag von tigerlaw »

Da hoffe ich sehr und wünsche Euch, dass dies auch noch während der Nacht so anhält.
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Re: 1 Jahr Lärmprotokoll und LEG behauptet ich lüge

#25

Beitrag von Pegasus »

ne wird es wohl nicht, es sind zwei kleine Kinder dort zu Besuch. Nichts gegen spielende Kinder, aber das ist einfach zuviel. Zumal die Erwachsenen auch noch bewußt aufstampfen, Türen knallen lassen.
Leider ist der einzige, den ich als Zeugen hier hätte in D-Dorf. Er wäre sofort zu uns gekommen.
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